Die Europawahl 2009 war die siebte ihrer Art und fand im Juni 2009 statt. Teilnahmeberechtigt waren diesmal alle 27 Nationen, die der letztmals 2007 erweiterten EU angehörten. Neu war bei dieser Wahl, dass erstmals Wählerinnen und Wähler den Wahlomat bei der Europawahl 2009 benutzen konnten.
Dieser wurde genutzt, um Fragen zu stellen und herauszufinden, welche der Europawahl 2009 Kandidaten und Parteien der eigenen Position am nächsten kommen. Dabei handelt es sich um ein Frage-Antwort-Tool, bei dem man mit den Standards von “stimme zu” und “stimme nicht zu”, “neutral” oder “These überspringen” antworten konnte. Die gleichen Möglichkeiten zur Antwort hatten die Parteien. So kann man den Grad der Übereinstimmung herausfinden zwischen einer Partei und einem Wähler.
Dabei hat der fragende Wähler noch zusätzlich die Möglichkeit seine Fragen an die Kandidaten oder Parteien zu gewichten. Verbunden ist dies mit der Möglichkeit bis zu 8 Parteien gleichzeitig zu befragen. Außerdem kann man als Wähler die Parteien beliebig oft ändern. Möchte man mehr zu den Hintergründen einer Partei erfahren, kann man Links mit weiteren Informationen anklicken.
Im Ergebnis des Wahlomaten erhält man dann als pdf eine Übersichtsliste, aus der sich ergibt, welche Partei einem am nächsten steht. In einem Balkendiagram wird zusätzlich das Ausmaß der Übereinstimmung festgehalten. Über den Organisator, genauer die Homepage der Bundeszentrale für Politische Bildung kann man zusätzlich weitere Begründungen zu den Thesen der Parteien erfahren.
Der Wahlomat, der ursprünglich als Idee aus den Niederlanden stammt, wurde erstmals 2002 eingesetzt. Seitdem erfreut er sich wachsender Beliebtheit und wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet. Diese Tatsache äußert sich auch darin, dass es seit 2005 auch den Wahlomat mobil fürs Handy gibt.
Bei der Europawahl 2009 wurde der Wahlomat 1,5 Millionen Mal genutzt. Erstmals standen dem Wahlomat Europawahl 2009 29 der insgesamt 32 zugelassenen Parteien zur Verfügung. Der Wähler konnte zwischen einer deutschen und einer englischen Sprachversion wählen. So konnte ihn jeder in Deutschland Wahlberechtigte nutzen. Selbst jetzt noch, ein Jahr nach der Wahl, kann der Wahlomat z.B. im Zusammenhang mit politischer Bildung und Erziehung heruntergeladen werden. Dazu kann man ihn offline nutzen und verlinken. Von Beginn an wird er wissenschaftlich von der Universität Düsseldorf begleitet.