Ergebnisse Europawahl 2009

Bei der Europawahl 2009 haben Sie die Zusammensetzung der für Deutschland zustehenden 99 Sitze im Europaparlament gewählt. Die Wahlbeteiligung lag mit 44,3 Prozent knapp über der von 2004. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Ergebnisse der Europawahl 2009 in Deutschland sowie die Zusammensetzung des Parlaments insgesamt.

Die Verlierer der Europawahl 2009 waren die beiden großen Parteien. Die stärkste Kraft CDU/CSU verlor 6,6 Prozent und kam somit nur noch auf 37,9 Prozent. Sie erreichte mit 42 Sitzen sieben Sitze weniger als noch 2004. Die SPD verlor 0,7 Prozent und kam auf 20,8 Prozent. Damit behielten die Sozialdemokraten ihre 23 Sitze. Die Grünen konnten um 0,2 Prozent auf 12,1 Prozent zulegen, gewannen einen Sitz hinzu und kamen damit auf 14 Mandate. Die FDP gewann 4,9 Prozentpunkte dazu und kam auf 11,0 Prozent. Dies entspricht 12 Sitzen, 5 Mandate mehr als noch 2004. Die Linke gewann einen Sitz hinzu und kam durch einen Stimmenzuwachs von 1,4 Prozent auf 7,5 Prozent und damit 8 Sitze. Sonstige Parteien kamen auf 9,8 Prozent der Stimmen. Keine der Parteien gelang es, einen Sitz im Europaparlament zu gewinnen.

Um ein Gesamtbild der europaweiten Ergebnisse der Wahl 2009 zu bekommen, wird Ihnen die Sitzverteilung des Europaparlaments dargestellt. Hinter den Namen der Fraktionen finden Sie als Klammervermerk die deutsche Partei, die der jeweiligen Fraktion zugehörig ist.

Bei insgesamt 736 Sitzen des Europaparlaments erreichte die EPP (CDU/CSU) 265 Sitze und wurde damit stärkste Kraft. Dahinter folgt die S&D (SPD) mit 184 Sitzen. Drittstärkste Kraft wurde die ALDE (FDP) mit 84 Mandaten. Die GREENS/EFA (Grüne) erhielten 55 Sitze. Die GUE/NGL (Linke) kam auf 35 Sitze. Außerdem haben sich noch zwei weitere Fraktionen im Europaparlament gebildet, zu denen es keiner deutschen Partei gelang, Sitze beizusteuern. Dabei handelt es sich um die ECR mit 54 Sitzen, die EFD mit 32 Sitze sowie 27 Sitze für Fraktionslose. Die ECR (Europäische Konservative und Reformisten) haben insbesondere Stimmen aus dem Vereinigten Königreich sowie Tschechien und Polen erhalten. Die EFD (Fraktion "Europa der Freiheit und der Demokratie") haben hauptsächlich im Vereinigten Königreich und in Italien ihre Sitze gewinnen können.